Geschichte der Ikonen

"Ikone" ist ein griechisches Wort und bedeutet "Bild".

Das geistliche und liturgische Leben der orthodoxen Christen wird im hohen Maße bestimmt durch die Verehrung der heiligen Ikonen. Durch das ganze Jahr werden die Menschen geleitet von Heiligen, die mit der Heilslehre von Jesus Christus verbunden sind. Das Küssen und Berühren von Ikonen ermöglicht die Verbindung zu Jesus, Maria, den Engeln und Heiligen.

Zur Geburtsstunde des Christentums gibt es weder eine byzantinische noch eine spezifisch christliche Kunst, sondern lediglich vereinbarte Erkennungszeichen zwischen den ersten Christen, die wegen der ständigen Verfolgung durch die Römer gezwungen sind, im Untergrund zu leben.

Als die christliche Religion Ende des 4. Jahrhunderts von Kaiser Konstantin und seiner Mutter Helen zur Staatsreligion ernannt wird, verlassen die Gläubigen den Untergrund und erst jetzt entstehen Ikonen, Fresken, Mosaiken, die von der Gegenwart Gottes zeugen und die heiligen Apostel und Märtyrer darstellen.

Zu Beginn des 8. Jhdts. kommt es zur Krise und die byzantinische Kunst muss nie wieder gut zu machende Verluste hinnehmen. Im Jahre 726 untersagte Kaiser Leon III. den Gebrauch von Ikonen, d.h. von Heiligenbildern, indem er diesen Kult als Götzendienst, Gotteslästerung und Ketzerei verurteilte. Die Mosaiken und Ikonen wurden fast völlig zerstört; die Fresken wurden übermalt. Die ältesten erhaltenen Ikonen aus dem 6. Jahrhundert befinden sich im Katharinenkloster/ Sinai. Am 19. Februar 843 nach fast anderthalb Jahrhunderten gemeiner und brutaler Kämpfe, endete der Streit mit dem Sieg der Bilderverehrer. Nun beginnt eine Hochblüte der Malkunst bis zum Ende des byzantinischen Reiches 1453.

Aber die Griechen haben nie aufgehört Ikonen zu malen und auch heute gibt es in Griechenland Menschen, die die Tradition fortführen.
Ikonen werden nach sehr strengen Regeln, nach Vorlagen, die sich seit den ersten Jahrhunderten kaum verändert haben, hergestellt, denn sie gelten als geoffenbarte Bilder und wurden aus diesem Grunde immer wieder unverändert kopiert.

Auch Dimitris Papaioannou malt so wie seine Vorfahren mit Erdfarben, die mit Eidotter und Essig verrührt werden, auf sehr altem Holz, zum Teil bis 200 Jahre alt und mit 23 karätigem Gold unterlegt.







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