Das geistliche und liturgische Leben der orthodoxen Christen wird im hohen Maße bestimmt durch die Verehrung der heiligen Ikonen. Durch das ganze Jahr werden die Menschen geleitet von Heiligen, die mit der Heilslehre von Jesus Christus verbunden sind. Das Küssen und Berühren von Ikonen ermöglicht die Verbindung zu Jesus, Maria, den Engeln und Heiligen.
Zur Geburtsstunde des Christentums gibt es weder eine byzantinische noch eine spezifisch christliche Kunst, sondern lediglich vereinbarte Erkennungszeichen zwischen den ersten Christen, die wegen der ständigen Verfolgung durch die Römer gezwungen sind, im Untergrund zu leben.
Als die christliche Religion Ende des 4. Jahrhunderts von Kaiser Konstantin und seiner Mutter Helen zur Staatsreligion ernannt wird, verlassen die Gläubigen den Untergrund und erst jetzt entstehen Ikonen, Fresken, Mosaiken, die von der Gegenwart Gottes zeugen und die heiligen Apostel und Märtyrer darstellen.